easyCredit-BBL 2017/18

  • Am heutigen Mittwoch könnte diese BBL-Saison abgeschlossen werden. Nach den letzten beiden Partien liegt das Momentum ganz klar bei den Gästen aus München, die ihrer Favoritenrolle nach dem überraschenden Season-Opener immer mehr gerecht werden. Schaffen es also die Albatrosse nochmal im letzten Heimspiel einen Sieg zu holen und ein Game 5 zu erzwingen oder nutzen die Bayern ihren ersten Matchball? Sport1 überträgt ab 20:00 Uhr live.


    Vorschau auf Mittwoch:

    20:00 Uhr: #2 Berlin - #1 Bayern München -:- (2018 BBL-Finals Spiel 4, 1-2)

  • Es ist noch nicht vorbei! Ein ganz starker Niels Giffey (20P, 6-6 FG, 3-3 3P) führte seine Albatrosse zu einem 72:68-Heimerfolg gegen die Bayern womit man die Serie zum 2-2 ausgleicht und ein entscheidendes fünftes Spiel erzwingt.


    #2 Berlin - #1 Bayern München 72:68

    BER: Giffey 20P/3R, Sikma 12P/8R/3A

    FCB: Barthel 11P/4R, Cunningham 11P/3R/3A/3Stl

    Playoff-Stand: Tied 2-2


    Am Samstag geht's dann in München um alles, wenn ich es richtig sehe gibt's diese Partie leider nicht im Free-TV.

  • Heute ist es also soweit. Erstmals seit drei Jahren gehen die Finals in ein entscheidendes fünftes Spiel. Im Jahr 2015 standen sich #1 Bamberg und #3 München gegenüber und der Serienverlauf war bislang identisch zu der diesjährigen Version: Einem Auswärtssieg der Bayern in Franken folgten ein Auswärts- und ein Heimsieg der Bamberger, die dann im vierten Spiel auswärts den ersten Matchball liegen ließen. Ein Jahr zuvor trafen wie anfangs erwähnt die diesjährigen Finalisten aufeinander, im Gegensatz zu damals verhinderten die Albatrosse am Mittwoch einen Triumph des Gegners in der Arena am Ostbahnhof.


    Doch was erwartet uns am heutigen Samstag? Wo das Momentum lieg ist nur schwer zu deuten. Die Berliner erzwangen dieses fünfte Duell in einem hochemotionalen letzten Heimspiel der Saison vor rund 12.000 unfassbar lauten eigenen Fans, die das Team über die komplette Partie hinweg anfeuerten und nie auch nur einen klitzekleinen Zweifel zulassen wollten, das diese Serie nicht über die volle Distanz geht. Nun steht aber ein Auswärtsspiel an. Als Unterstützung haben sich rund 700 Berliner auf den Weg nach München gemacht, vermutlich werden sich wie bei den ersten Spielen auch einige Ulmer daruntermischen, zwischen beiden Lagern existiert eine Fanfreundschaft. Diesen Support wird die Truppe von Headcoach Aito Reneses auch benötigen. Von der individuellen Qualität sind die Bayern unverändert der klare Favorit, was passiert wenn sie einen Lauf auf's Parkett kriegen hat man in den Spielen zwei und drei gesehen. Schmerzhaft ist zudem, dass Akteure wie Marius Grigonis und Peyton Siva angeschlagen und nicht bei 100%. Der höhere Druck lastet aber definitiv auf den Schultern der Gastgeber, denn während die Berliner in einer eigentlich als Übergangssaison eingeplanten Saison deutlich mehr als erwartet erreichten steht bei den Bayern sehr viel auf dem Spiel, nicht zuletzt auch der Job von Sportdirektor und Geschäftsführer Marko Pesic.


    Wie gestern schon gepostet gibt's die Partie leider nicht im Free-TV zu sehen, sondern nur bei der Telekom. Alternativen sind die Radio-Übertragung im RBB inforadio oder für Berliner das Public Viewing in der Arena am Ostbahnhof.


    Vorschau auf Samstag:

    20:30 Uhr: #1 Bayern München - #2 Berlin -:- (2018 BBL-Finals Spiel 5, 2-2)

  • Tja, das war dann eine deutliche Angelegenheit. Man merkte es den Albatrossen an, dass sie im vierten Spiel alles daran setzten um eine Meisterfeier des Gegners zu verhindern, denn es fehlte vor allem an Spritzigkeit und Konzentration. Die Defense schluckte schon in der ersten Hälfte 58 Punkte und das wurde dann in der zweiten Hälfte nicht besser. Die Bayern gewinnen am Ende klar mit 106:85 und holen sich mit einem 3-2 in der Final-Serie die Deutsche Meisterschaft. Herzlichen Glückwunsch dazu.


    #1 Bayern München - #2 Berlin 106:85

    FCB: Djedovic 19P, Cunningham 16P/5A

    BER: Butterfield 29P/5R, Siva 12P/4A

    Playoff-Endstand: FCB wins 3-2



    Bei mir wiegt natürlich die Enttäuschung, da ich auf eine engere Kiste gehofft hatte, aber dennoch war die Saison überragend, zum einen was den mannschaftlichen Erfolg betrifft und zum anderen was Headcoach Aito Reneses aus der jungen Truppe mit vielen deutschen Talenten rausholte. Da haben so einige den nächsten wichtigen Schritt in ihrer Entwicklung gemacht und zeigten, dass sie uns in Zukunft noch viel Spaß bereiten können. Schauen wir mal was der Sommer bringt.

  • Schade. Somit hat München wirklich diesen "Titelhattrick" durch die Sportarten. Bin gespannt wenn man das Handball noch entdeckt.

    24.09.2012 - 08.12.2012
    Danke an Wayne Simmonds (Philadelphia Flyers, 9 Spiele, 4 Tore, 10 Assists), Chris Stewart (St. Louis Blues, 15 Spiele, 6 Tore, 14 Assists) sowie Clarke MacArthur (Toronto Maple Leafs, 8 Spiele, 4 Tore, 6 Assists)


    Bronze WM Tippspiel 2014

  • Glückwunsch an die Bayern, aber auch klasse, was Reneses bei seiner ersten Auslandsstation in Berlin bewirken konnte! Hätte ich ihm so nicht zugetraut, denn endlich war ALBA wieder unter den echten Topteams zu finden und konnte in der gesamten Saison sogar die übermächtigen Bayern ärgern: 3:4 Siege am Ende. Hoffentlich investieren die Bayern in Richtung EuroLeague (sollten als Meister bereits nächste Saison dabei sein, auch wenn die Wildcard erst ab 2019/20 gilt?) jetzt nicht bisher für den deutschen Basketball utopische Summen und holen neue, größere Kaliber, dann könnte die nächste Saison mit vielleicht wieder erstarkten Bambergern, ALBA und Bayern interessant werden.

  • Die Bayern haben sich als Deutscher Meister automatisch für die Euroleague qualifiziert.


    Ich weiß nicht so recht, was sich im Sommer tun wird. ALBA wird es wie immer sehr schwer haben die Mannschaft beisammen zu halten. Auch wenn es aktuell danach aussieht, dass Grigonis und Sikma bleiben, gerade die Münchener haben es schon oft geschafft uns etliche Spieler wegzunehmen, weil eben der Etat ganz anders aussieht (ALBA zählt immer gern zu den "Großen", aber in Wirklichkeit ist der Etat ungefähr halb so groß wie der von den Bayern). Da muss man hoffen, dass der Headcoach, das Umfeld, die Arena am Ostbahnhof und das Potenzial dieser Mannschaft am Ende mehr Argumente liefern als das Füllen des Kontos. (Es ist übrigens beeindruckend, was da in einigen YouTube-Videos zu sehen ist: Die mitgereisten Fans feiern das Team gefühlt lauter als die Münchener ihre Meisterschaft.)


    Die Bayern werden in jedem Fall ordentlich investieren, alleine schon wegen dem deutlich engeren Spielplan mit der Euroleague - was Verletzungen da ausmachen hat man an den Bambergern gesehen, dazu wird man sich wohl kaum die Blöße geben wollen von Europas Topteams in schöner Regelmäßigkeit auseinander genommen zu werden. Das große Fragezeichen steht hinter Bamberg, die es aufgrund der fehlenden Euroleague-Teilnahme sicherlich auch nicht so einfach haben werden Topspieler auf einem Niveau wie Dorell Wright zu halten bzw. neu ins Team zu holen. Will sagen: Es ist durchaus zu befürchten, dass das etwas einseitig werden könnte, was für die Entwicklung der Liga, die größtenteils sowieso im Pay-Stream-Nirwana versteckt wird, alles andere als positiv sein kann.

  • Da wir hier gerade bei dem Thema Bayern-Dominanz waren:

    Die Bamberger verkündeten heute überraschend, dass sie in den kommenden fünf Jahren an der sportlich gesehen deutlich schwächeren FIBA Champions League teilnehmen und somit nicht in der Euroleague oder im Eurocup antreten werden. Was für die gesamte BBL aber interessanter ist: Der Etat wird nach der schwierigen abgelaufenen Saison drastisch gekürzt, die Rede ist von sechs bis zehn Mio. Euro weniger. Mir liegen leider derzeit keine Daten für die Saison 2017/18 vor, aber wenn man nach den Angaben der Saison 2016/17 geht ist das im Extremfall eine Halbierung des Etats durch die man auf dem Niveau von Berlin, Oldenburg und Ulm landen würde.


    Mehr dazu in einem ausführlichen Artikel drüben bei den Kollegen von basketball.de.


    Das ist m.E. alles andere als ein gutes Zeichen für die BBL.

  • Schade für die BBL, damit sollten die Bayern auf Jahre dominieren, wie im Fußball und RB München im Eishockey. Da bleibt für den geneigten Fan dann nicht mehr viel auf nationaler Mannschaftssportebene, wenn er auf Spannung hofft. Damit sollten auch die Träume der neuen Bamberger Halle und des fränkischen Gegenstücks zu den Oberbayern ausgeträumt sein.