[RL-Nordost] Teilnehmerfeld 2019/20

  • - Energie Cottbus (Absteiger)

    - Berliner AK

    - Wacker Nordhausen

    - Hertha BSC II

    - FC Rot-Weiß Erfurt

    - 1. FC Lok Leipzig

    - SV Babelsberg 03

    - Germania Halberstadt

    - VfB Auerbach

    - ZFC Meuselwitz

    - FC Viktoria Berlin

    - BFC Dynamo

    - FSV Union Fürstenwalde

    - VSG Altglienicke

    - Bischofswerdaer FV

    - FSV Optik Rathenow

    - SV Lichtenberg 47 (Aufsteiger OL-Nord)

    - BSG Chemie Leipzig (Aufsteiger OL-Süd)


    Mecklenburg-Vorpommern bleibt im zweiten Jahr in Folge ein weißer Fleck auf der RL-Landkarte. Zusammen mit den verwaisten nördlichen Gebieten Brandenburgs und Sachsen-Anhalts ist rund 1/3 des Einzugsgebietes ohne Vertreter. Sollte Germania Halberstadt absteigen, käme ein zweites Flächenland hinzu. In der zurückliegenden Saison haben sich die Vorharzer beachtlich geschlagen. Sie gingen mit einer blutjungen Mannschaft als Abstiegskandidat ins Rennen. In sportliche Nöte gerieten sie entgegen der Erwartungen nie. Daran konnte auch der Skandal um Sportchef Petersen nichts ändern. Zur neuen Saison fangen sie wieder bei Null an, große Teile der Mannschaft, Trainer und sportliche Leitung wechselten. Im Sinne der Anhalter Fahnen hoffen sie auf ein ähnliches goldenes Händchen wie im Vorjahr.


    Aus Thüringen kommen weiterhin drei Mannschaften. Meuselwitz feiert ein Jubiläum. 2009 stiegen sie in die damalige Regio Nord auf. Das war vor der Reform, und blieben seither drin - eine volle Dekade. Den ZFC zeichnen Ruhe und Konstanz aus. Skurriler und geräuschvoller geht es bei RWE und Wacker zu. Beide Vereine werden unter Garantie für neue Schlagzeilen sorgen und ihre Fußabdrücke hinterlassen. Langeweile ausgeschlossen. Zumindest in Nordhausen werden sie einen neuen Anlauf in Sachen Aufstieg nehmen.


    Mit gleich vier Vertretern ist Brandenburg neuerdings sehr gut bestückt. Cottbus hat natürlich den Anspruch oben zu landen und den Wiederaufstieg zu meistern. Ob das realistisch sein wird, muss sich im Laufe der nächsten 2-3 Wochen bei der Kaderzusammenstellung zeigen. Die anderen Mannschaften werden mit bescheidenden Mitteln auskommen müssen. In Potsdam und Fürstenwalde wurden finanzielle Nachteile bisher erfolgreich mit Tugend, Zusammenhalt und Augenmaß ausgeglichen. Und bei Optik sind sie sowieso der Amateur unter den Amateuren. Dort ist jedes RL-Jahr ein dickes Geschenk. Sachsen bietet zwei Teams weniger auf, nunmehr vier. Neben den gewohnten Vertretern Lok, Auerbach und Bischofswerda mischt nach einem Jahr Abstinenz Chemie Leipzig zum zweiten Mal mit. Das Leipziger Derby birgt Brisanz, während die Ausgangslagen nicht unterschiedlicher sein könnten. Lok will endlich aufsteigen. Dafür werden sie alles riskieren. Bei Chemie wollen sie den Klassenerhalt sicherstellen und sich mittelfristig in der Liga etablieren.


    Berlin ist neuer Krösus. Ein Drittel der Teilnehmer kommt aus der Hauptstadt. In Zukunft könnte sich ihre Anzahl weiter erhöhen, von unten streben beharrlich weitere Mannschaften nach oben. Zu viele Vereine aus einer Region sorgen früher oder später für einen Verdrängungswettbewerb. Bestes Beispiel dafür war in der abgelaufenen Saison der Abnutzungskampf in der Oberlausitz zwischen Schiebock, Budissen und FCO. Bekanntlich blieb nur einer übrig. In Berlin wird sich die Lage zuspitzen. Es kann aber auch mehrere Jahre dauern. Beim BAK wähnen sie sich in der Poleposition auf dem Sprung nach oben.