[5.Sp.] FC Carl Zeiss JENA - FSV Zwickau

  • Das Ergebnis kann sich in der Tat sehen lassen. Allerdings sollte das Spiel trotzdem hinreichend analysiert werden, weil eigentlich gewinnt man so ein Spiel nicht.

    Ich kann den Zwickauer Unmut sehr gut nachvollziehen. Der Foulelfmeter zum entscheidenden 2:1 war gelinde gesagt äußerst schmeichelhaft. Dilettantisch wie Guillaume Cros in der ersten Halbzeit den Zwickauer Bickel herunterriss. Der kleine Franzose hat definitiv eine Konzentrationsdelle, gefällt mir in dieser Saison noch gar nicht. Nach vorn tut er nichts und hinten erweist er der Mannschaft einen Bärendienst. Mit einer guten Portion Glück ging es nur mit 0:1 in die Pause. Zwickau hatte binnen zehn Minuten zweimal die Latte getroffen. Bei beiden Schüssen schaute Coppens lediglich hinterher. In Halbzeit zwei ging es dann endlich in die richtige Richtung. Sehr glücklicher Sieg, aber auch nicht ganz unverdient. Der FSV hat (zu) wenig in der zweiten Hälfte zu Stande gebracht. Insofern wäre ein Unentschieden am Ende wahrscheinlich am gerechtesten gewesen. Bis jetzt ist das Glück dem FC Carl Zeiss Jena hold. Die zehn Punkte nach fünf Spielen, ein ausgeglichenes Torverhältnis, Platz vier - äußerst beruhigend für die Länderspielpause. Kommenden Sonntag geht's zunächst noch zu Fortuna Köln.


    Jo Coppens: Strahlte erneut keine Sicherheit aus, konnte sich selten auszeichnen, schlug bei einer Grösch-Rückgabe am Ball vorbei, roch zumindest die richtige Ecke beim Elfer

    Florian Brügmann: Brachte keine einzige vernünftige Flanke in den gegnerischen Strafraum, folgerichtig zur Halbzeit ausgewechselt.

    Dennis Slamar: Mit ein paar Wacklern im Aufbauspiel, ansonsten mit zufriedenstellender Leistung.

    Marius Grösch: Erneut äußerst fahrig im Zweikampfverhalten, vom Aufbauspiel ganz zu schweigen. Zu viele Fouls.

    Guillaume Cros: Fand offensiv überhaupt nicht statt, Verursacher des absolut unnötigen Elfmeters (analog des Pokalspiels gegen Union!).

    René Eckardt: Aktivposten im Mittelfeld mit sicherem Passspiel und guten Vorstößen.

    Kevin Pannewitz: Vor allem als Abräumer gefragt, hat er m.E. ganz gut gemacht, kurz vor Spielende angeschlagen ausgewechselt.

    Maximilian Wolfram: Über die Außen gestern etwas mau, ein bis zwei harmlose Schüsse auf's gegnerische Tor.

    Dominik Bock: Über die gesamte Spieldauer recht unauffällig, rückte zur Halbzeit auf die Linksverteidigerposition und ließ wenig zu.

    Manfred Starke: Erlief viele Bälle, arbeitete viel, mit zunehmender Spieldauer ließen bei ihm merklich die Kräfte nach.

    Philipp Tietz: Mehr als nur engagiert im Sturmzentrum, manchmal etwas zu übereifrig, verwandelte den glücklichen, selbst herausgeholten Elfmeter sicher.

    Felix Brügmann: Kam zur Halbzeit für seinen Bruder und machte prompt eine Bude, danach noch mit einer weiteren Gelegenheit.

    Sören Eismann: 15 Minuten vor Schluss für Eckardt eingewechselt, hatte wenig Szenen.

    Justin Schau: Bekam fünf Minuten vom Trainer geschenkt, in denen er einen recht gefährlichen Torschuss zu verzeichnen hatte.

  • Der FC Carl Zeiss Jena hat am Montagabend die richtige Antwort auf das bittere Aus im DFB-Pokal gefunden und den FSV Zwickau nach 0:1-Pausenrückstand mit 2:1 besiegt. Zum entscheidenden Faktor wurde Sturm-Neuzugang Phillip Tietz, der ein Tor vorbereitete und den Siegtreffer per Strafstoß erzielte. Diesen hatte der Angreifer auch selbst herausgeholt - dabei allerdings von einem äußerst wohlwollenden Pfiff von Schiedsrichter Florian Badstübner profitiert.