Erfurt beantragt Insolvenz (S. 3)

  • Vollkommen klar und ich gebe Euch beiden recht. Die Probleme hatten wir ja vorher schon analysiert. Die viel interessante Frage - und die wird leider weder von den Clubs noch vom Verband mal genauer diskutiert - was können wir dagegen tun? Wie kann eine Lösung aussehen? Die gängige Praxis hinnehmen, kann ja wohl nicht des Rätsels Lösung sein.

  • Eine vernünftige Lizenzierung wäre hilfreich. Das aktuelle Prüfungsverfahren hat sich nicht bewährt. In der 3. Liga wollen alle professionell arbeiten. Das gehört dazu. Es werden so viele Vorgaben gemacht, ausgerechnet bei einen der wichtigsten Faktoren schaut der leitende Verband mit nur einem halben Auge hin. Unverständlich. Jeder Insolvenzfall spricht nicht gerade für Liga und Ausrichter. Eigentlich müsste der DFB ein ursächliches Interesse an einer Minimierung haben. Bei einer konsequenten Handhabung braucht es keine Strafen, weder 9 Punkte Abzug noch Zwangsabstieg. Wer grundlegende, organisatorische, infrastrukturelle oder eben wirtschaftliche Voraussetzungen nicht erfüllt, Lizenzentzug. Wer mehrmals hintereinander ein Defizit erwirtschaftet, Lizenzentzug. Offenbar geht es nicht anders. Die Klubs müssen mehr oder minder gezwungen werden nur das auszugeben, was ihnen an Mitteln zur Verfügung stehen. Richtige Prioritäten setzen.

  • Bin ganz deiner Meinung, doch ich habe nicht den Eindruck, als ob der Verband es als seinen Fehler sieht...im Gegenteil wie häufig wird das "ach so gute und vorbildliche deutsche Lizenzierungs-Verfahren" gen Himmel gelobt (sicherlich, klar ist es besser als in anderen Ländern)....man ruht sich auf dem Bestehenden aus ohne auf Fehlentwicklung zu reagieren...es ist an der Zeit, dass entweder die Clubs selbstverantwortlich eine strengere Lizenzierung auferlegen (was nicht passieren wird), der Verband mal anfängt, sich selbstkritisch zu hinterfragen oder die Fans und die Öffentlichkeit stärkeren Druck ausüben.

  • Zitat

    Reinhardt: „Die Situation ist akut! Wir brauchen in kürzester Zeit liquide Mittel, um den Verein weiter fortführen zu können. Es wurde in den letzten Monaten viel angeschoben, zahlreiche Sponsorengespräche geführt. Hierbei ist deutlich geworden, dass der Verein weiterhin durch seine Vergangenheit belastet ist und Sponsoren ihre Entscheidungen oftmals aufschieben.


    https://m.bild.de/sport/fussba…,view=amp.bildMobile.html

  • Habe beim lesen des Artikels auf das Wörtchen "Ausgliederung" gewartet. Recht weit hinten kam es dann auch.


    Verwalter Reinhardt betreibt halt weiter aktiv Werbung für eine Ausgliederung, wie schon seit Wochen. Offenbar möchte man nun auch noch Horrorszenarien einspannen, um eine Ausgliederung schmackhaft zu machen. Nö, nicht mit mir.

  • Ich denke im Endeffekt ist es das Ziel sämtlicher Auftritte aktuell, eine Ausgliederung als "weniger schlimmes Übel" darzustellen..glaube auch, dass die kommen wird, wenn man nur genügend Horrorszenarien malt. Ich glaube, man könnte mit einem professionellen Management dem Verein auch anderweitig helfen, aber davon fehlt meines Erachtens auch jede Spur

  • Der Spielbetrieb bei Rot-Weiß Erfurt ist laut einem Medienbericht akut gefährdet. Insolvenzverwalter Volker Reinhardt spricht von nur noch wenigen Wochen und appelliert an die Sponsoren. Wie die "Bild" erfahren haben will, fehlt RWE kurzfristig ein sechsstelliger Betrag. Dieser komme zu Stande, weil Sponsoren ihre Entscheidungen häufig aufschieben. Auch die Hoffnungen auf ein Benefizspiel gegen Bayern München, welches rund eine halbe Million Euro in die Kasse hätte spülen können, haben sich laut "Bild" zerschlagen. "Die Situation ist akut! Wir brauchen in kürzester Zeit liquide Mittel, um den Verein weiter fortführen zu können", erklärte Insolvenzverwalter Reinhardt gegenüber dem Blatt. Jetzt seien "alle die gefragt, denen RWE wirklich am Herzen liegt." Zudem betonte er die Dringlichkeit: "Wir reden hier auch nicht mehr über Monate, sondern vielleicht noch über Wochen."

  • Schon witzig wie die Presse aus einer Vereinsmeldung mit vier Sätzen nun so ein Spektakel macht.


    Da halte ich mich doch lieber an das, was der Verein selber veröffentlicht. Und da heißt es, dass der Gläubigerausschuss und Verwalter Reinhardt im Beisein des Aufsichtsratsvorsitzenden einzelne Liquiditätsmaßnahmen besprach. Fertig. Ganz unspektakulär.

  • Irgendwann seid ihr halt auch mal an der Reihe. Nicht das erste Mal, dass ein Ostverein mit solchen Schlagzeilen belegt wurde, siehe VfB Leipzig, Dynamo Dresden, Sachsen Leipzig, 1. FC Magdeburg, FSV Zwickau, Chemnitzer FC, Carl Zeiss Jena. Habe ich jemanden vergessen?